Newsletter aus Europa
Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Ausgabe blicken wir auf spannende Einblicke in die europäische und sächsische Wirtschaft sowie auf bewegende Begegnungen im Wahlkreis und in Europa.
Ob bei persönlichen Berichten ehemaliger ukrainischer Kriegsgefangener, bei der Simulation des Europäischen Parlaments für die nächste Generation oder im Austausch über Europas Zukunftstechnologien – wir waren vor Ort, haben zugehört und diskutiert.
Lesen Sie weiter, um mehr über Innovation, Verantwortung und Engagement für Sachsen und Europa zu erfahren.
50 Jahre Europäische Volkspartei
Seit 50 Jahren steht die Europäische Volkspartei für ein geeintes und handlungsfähiges Europa. Sie wurde 1976 gegründet und ist heute die größte politische Kraft im Europäischen Parlament.
In diesen fünf Jahrzehnten hat sie Europa entscheidend mitgeprägt. Viele wichtige Weichenstellungen für Frieden, Wohlstand und Zusammenarbeit gehen auf ihre Arbeit zurück. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften in Europa sind.
Auch Sachsen bringt sich seit der Wiedervereinigung aktiv in diese europäische Parteienfamilie ein. Über die CDU fließen unsere Perspektiven und Interessen in die europäische Politik ein. Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, haben direkte Auswirkungen auf unsere Regionen, unsere Wirtschaft und unseren Alltag.
Ein starkes Europa und ein starkes Sachsen gehören zusammen. Dafür setzen wir uns auch in Zukunft ein.


Ukrainische Kriegsgefangene berichten von ihrer Erfahrung
Ende Februar 2026 besuchten ehemalige ukrainische Kriegsgefangene Berlin und Dresden im Rahmen des Projekts „Wenn Krieg Gesichter bekommt“. Ziel der Reise war es, persönliche Erfahrungen aus russischer Haft sichtbar zu machen und mit politischem Dialog, Medienpräsenz sowie zivilgesellschaftlichem Austausch zu verbinden.
Die Delegation sprach in Berlin mit Vertreterinnen und Vertretern des diplomatischen Korps, der Bundeswehr, des Bundestages und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Besonders eindrücklich war der Austausch mit jungen Menschen an einem Berliner Gymnasium, bei dem Krieg, Verantwortung und Demokratie intensiv diskutiert wurden.
In Dresden standen Gespräche in der Staatskanzlei, ein Empfang durch den Landtagspräsidenten und eine öffentliche Abschlussveranstaltung in der Unterkirche der Frauenkirche auf dem Programm. Mehr als 150 Gäste verfolgten die Berichte der Soldaten, die über ihre Erfahrungen in der Verteidigung von Mariupol und die Zeit in russischer Gefangenschaft berichteten.
Die Reise zeigte eindrücklich, wie persönliche Zeugnisse Desinformation begegnen, Empathie schaffen und den Dialog zwischen Politik, Medien und Gesellschaft stärken können. Den ausführlichen Bericht und weitere Eindrücke finden Sie hier.


Junge Menschen erleben Europa im Sächsischen Landtag
Wie funktioniert der europäische Gesetzgebungsprozess? Über 120 Schülerinnen und Schüler konnten es hautnah erleben – bei der Simulation des Europäischen Parlaments (SimEP) im Sächsischen Landtag in Dresden. Dabei schlüpften sie in die Rolle von Europaabgeordneten, übten sich in Fraktionssitzungen, Ausschüssen und einer Plenardebatte und diskutierten engagiert über das Thema „Europäischer Bürgerdienst“.
Oliver Schenk war als Gast vor Ort und konnte sich ein Bild von der beeindruckenden Motivation und dem Engagement der Jugendlichen machen. Landtagspräsident Alexander Dierks begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich und hob hervor, dass Europa für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Frieden, Freiheit und Menschenwürde steht. Gerade in Zeiten, in denen diese Werte weltweit unter Druck geraten, lohne es sich, mit Zuversicht für sie einzutreten und Verantwortung zu übernehmen.
Die Debatten zeigten, wie engagiert die nächste Generation für europäische Themen ist – genau dieses Verantwortungsbewusstsein braucht Europa, um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Mehr Eindrücke und einen Bericht dazu finden Sie hier.


Mikrochips, Mittelstand und Made in Saxony
In einem kleinen Elektroauto stecken rund 1.500 Mikrochips, in einem Smartphone etwa 100. Ohne Halbleiter funktioniert heute kaum noch etwas – von der Industrieproduktion bis zu unseren Alltagsgeräten. Genau deshalb habe ich im Rahmen meiner Arbeit im Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU im Europäischen Parlament einen Austausch zur Weiterentwicklung des europäischen Chips Act sowie zu den Chancen und Herausforderungen für KMUs und Start-ups in Europa organisiert.
Die Referenten unseres Austauschs – SpiNNcloud aus Dresden und Swissbit aus Berlin – haben dabei deutlich gemacht: Innovation entsteht oft nicht in den großen Konzernen allein. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Deep-Tech-Start-ups sind zentrale Enabler entlang der Wertschöpfungskette. Sie entwickeln spezialisierte Technologien, treiben neue Anwendungen voran und machen industrielle Innovation überhaupt erst möglich.
Gerade deshalb sind starke Cluster entscheidend. Besonders beeindruckend ist dabei das Ökosystem der Silicon Saxony. Europas größtes Mikroelektronik-Cluster zeigt, wie erfolgreich Industrie, Mittelstand, Start-ups und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten können.
Auch eine Vertreterin aus dem Kabinett der Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen war dabei und hat unsere Empfehlungen und Vorschläge für den angekündigten Chips Act II aufgenommen. Er wird voraussichtlich im Mai vorgestellt und soll das europäische Halbleiterökosystem weiter stärken sowie strategische Abhängigkeiten reduzieren. Ich werde das Thema weiter eng verfolgen.

